Farbeindringverfahren

Mithilfe des Farbeindringverfahrens können Oberflächenfehler von Bauteilen sichtbar gemacht werden. Vor allem zur Untersuchung von Rissen wird dieses Verfahren angewandt.

Hierzu wird die untersuchende Oberfläche zunächst gründlich gereinigt, um die Risse von Verschmutzungen oder sonstigen Ablagerungen zu befreien. Anschließend wird das sehr dünnflüssige Farmittel aufgetragen. Durch die Kapillarwirkung zieht die Prüfflüssigkeit tief in die Risse ein.

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Abbildung: Ablauf des Farbeindringverfahrens

Nach einer Einwirkdauer von etwa 10 Minuten kann die Oberfläche mittels eines speziellen Reinigers gesäubert werden. Dabei wird jedoch lediglich die Oberfläche gereinigt, während die dünnflüssige Farbe durch die starke Kapillarwirkung weiterhin in den Rissen verbleibt.

Um die Farbe und damit die Risse letztlich sichtbar zu machen, wird nun eine Eintwicklerflüssigkeit aufgetragen. Der Eintwickler saugt die Farbflüssigkeit aus den Rissen und verbindet sich mit diesem. Unter sichbarem oder ultraviolettem Licht kommen die Risse sehr gut sichtbar zum Vorschein und können beurteilt werden.

Das Farbeindringverfahren setzt voraus, dass Fehlstellen bis an die Oberfläche reichen, damit diese mit Farbe penetriert werden können. Fehlstellen unterhalb der Werkstückoberfläche können mit diesem Verfahren nicht erkannt werden. Bei ferromagnetischen Werkstoffen kann an dieser Stelle das Magnetpulverfahren angewendet werden. 

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