Versuchsaufbau

Im Dauerschwingversuch werden genormte Proben aber auch ganze Bauteile einer Schwingbeanspruchung ausgesetzt. Hierzu wird die Probe in eine Vorrichtung gespannt, ähnlich einer Zugmaschine. Während die untere Einspannvorrichtung statisch mit der Umgebung verbunden ist, wird die obere Einspannung per Resonanz dynamisch in Schwingung versetzt. Auf diese Weise wird die Probe im einfachsten Fall abwechselnd auf Zug- und Druck beansprucht (Wechselbereich). Bei der Schwingung handelt es sich antriebsbedingt um eine sinusform, deren Frequenz teilweise über 200 Hz beträgt. Höhere Frequenzen verringern zwar die Prüfzeit, jedoch muss dabei eine unzulässige Erwärmung der Probe unbedingt vermieden werden.

Dauerschwingversuch, Wöhlerversuch, statischer, dynamischer Antrieb, Prüfung, Dauerfestigkeit

Abbildung: Wöhlerversuch

Der statische Teil der Prüfmaschine ist zusätzlich mit einem Linearantrieb versehen. Auf diese Weise kann im Vorfeld des Versuchs per Absenken oder Anheben des Tisches eine Vorbeanspruchung auf die eingespannte Probe aufgebracht werden. Die Spannung schwingt dann im Versuch um diese zuvor aufgebrachte Mittelspannung. Je nach dem kann die Schwingbeanspruchung vollständig im Zug- oder im Druckbereich stattfinden. Man spricht dann nicht mehr vom Wechselbereich sondern vom Zugschwellbereich bzw. Druckschwellbereich. Auch in diesen Lastbereichen können je nach Anwendungsfall Versuche durchgeführt werden. Durch verschiedene Einsätze können die Proben nicht nur schwingend auf Zug oder Druck beansprucht werden sondern auch auf Abscherung, Torsion oder Biegung.