Einleitung

In den Anfangszeiten der Stahlherstellung wurde der Rohstahl direkt nach dem Frischen vergossen und bereit für den Verkauf. Im Laufe der Zeit sind die Anforderungen an die Stähle jedoch mehr und mehr gestiegen. Insbesondere niedrige Phosphor-, Stickstoff- und Sauerstoffkonzentrationen sind heutzutage unabdingbar geworden. Die erforderliche Qualität kann nur durch weitere Nachbehandlungsverfahren gewährleistet werden.

Historisch bedingt werden deshalb die Verfahren von der Erzgewinnung bis zum Rohstahl nach dem Frischen zur Primärmetallurgie gezählt, alle weiteren Veredelungsprozesse des Rohstahls zum fertigen (legierten) Stahl zählen zur Sekundärmetallurgie. Auch die im Direktreduktionsverfahren gewonnenen Rohstähle werden einer solchen sekundärmetallurgischen Behandlung unterzogen. Hierunter fallen unter anderem die im Nachfolgenden näher erläuterten Verfahren wie:

Für diese Verfahren wird der gefrischte Rohstahl im Konverter gekippt und in sogenannte Pfannen abgegossen. Deshalb wird die Sekundärmetallurgie auch häufig Pfannenmetallurgie genannt.