Exkurs Feuer löschen mit Wasser

Vergleicht man den Wert der spezifischen Wärmekapazität von Wasser mit 4,2 \(\frac{\text{kJ}}{\text{kg K}}\) mit der spezifischen Verdampfungswärme von 2257 \(\frac{\text{kJ}}{\text{kg}}\), so zeigt sich bereits hieran, dass für den eigentlichen Verdampfungsprozess offensichtlich ein Vielfaches an Wärme aufzuwenden ist als für das Erwärmen auf Siedetemperatur. So ist für die Erwärmung einer Wassermasse von 1 kg von 0 °C auf 100 °C eine Wärmemenge von insgesamt 420 kJ nötig. Für das vollständig verdampfen wird mit einer Wärmemenge von 2257 kJ hingegen das über 5-fache jener Energiemenge erforderlich! Bei gleicher Heizleistung nimmt das vollständige Verdampfen somit die 5-fach Zeit in Anspruch wie für den Erwärmungsprozess nötig war.

Spezifische Kondensationswärme, Feuer-löschen, Feuerlöscher, Holz, Brand-stelle

Interaktive Abbildung: Löschen einer Feuerstelle mit Wasser

Die sehr große Verdampfungswärme von Wasser ist auch der Grund weshalb sich dieses in besonderer Weise als Löschmittel für die Brandbekämpfung eignet. Wird Wasser auf die Brandstelle gegossen so wird das Wasser nicht nur erwärmt sondern auch verdampft. Während dieser Verdampfungsphase nimmt das Wasser also sehr viel Wärme von dem brennenden Stoff auf und kühlt diesen somit aus. Fällt durch den Wärmeentzug die Temperatur der Brandstelle schließlich unterhalb des Zündpunktes, so erlischt das Feuer. Würde das Wasser hingegen nicht verdampfen so würde auch die Aufnahme der enormen Verdampfungswärme ausbleiben und das Wasser hätte längst nicht diese Kühlwirkung und damit den gewünschten Löscheffekt.

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Abbildung: Energiefluss

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