Exkurs: Durchdrehende Reifen beim Anfahren

Mithilfe dieses grundsätzlichen Verständnisses über die Zusammenhänge zwischen Kraft und Geschwindigkeit bzw. Drehmoment und Drehzahl, kann nun auch das Durchdrehen der Räder beim Anfahren mit einem Auto bzw. Fahrrad erklärt werden. Durch den relativ niedrigen Gang beim Anfahren kann ein so großes Drehmoment an den Rädern entstehen, das die damit verbundene Kraft die Räder selbst unter dem enormen Eigengewicht des Autos durchdrehen lässt.

Gleichzeitig zeigt sich allerdings auch der Sachverhalt, dass mit einem niedrigen Gang keine hohen Fahrgeschwindigkeiten erzielt werden können. Man muss entsprechend hochschalten, um auf die gewünschte Geschwindigkeit zukommen. Dies wird dann allerdings auf Kosten des Drehmoments bzw. der Kraft der Räder erkauft. Dies zeigt sich spätestens dann, wenn man an einem steilen Berg wieder einen oder zwei Gänge zurückschalten muss, da die Kraft ansonsten nicht mehr ausreichen würde, um den Anstieg zu überwinden.

Diese Zusammenhänge führen letztlich auch dazu, dass es beim Anfahren auf Glatteis oder Schnee durchaus Sinn machen kann, bereits mit dem zweiten Gang anzufahren. So ist im zweiten Gang das Drehmoment an den Rädern teilweise um die Hälfte geringer und damit das Risiko des Durchdrehens der Räder gemindert.

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