Zusammenfassung

Tabellarisch sind nachfolgend die wichtigsten Gitterstrukturen bezüglich ihrer Verformbarkeit gegenübergestellt.

  kubisch-flächenzentriert (kfz) kubisch-raumzentriert (krz) hexagonal-dichtestgepackt (hdp)
Gitterstruktur  Gleitebenen, Gleitsysteme, kubisch-flächenzentriertes Gitter, kfz, Verformbarkeit  Gleitebenen, Gleitsysteme, kubisch-raumzentriertes Gitter, krz, Verformbarkeit Gleitebenen, Gleitsysteme, hexagonal-dichtestgepacktes Gitter, hdp, Verformbarkeit
Bevorzugte Gleitebenen 4 6 1
Gleitrichtungen 3 2 3

Gleitsystemanzahl

12 12 3
Packungsdichte 74 % (dichtest gepackt) 68 % (locker gepackt) 74 % (dichtest gepackt)
Verformbarkeit sehr gut mäßig gering
Metalle γ-Eisen (<1392°C), Aluminium, β-Kobalt (>417°C), Blei, Kupfer, Nickel α-Eisen (<911°C), Chrom, Molybdän, β-Titan (>882°C), Vanadium, Wolfram α-Kobalt(<417°C), α-Titan (<882°C), Zink, Magnesium

Anmerkung: Für eine gute Verformbarkeit sollte eine Gitterstruktur mindestens 5 Gleitsysteme aufweisen bzw. beim Abgleitprozess aktivierbar sein, damit sich die Gestalt des Materials in alle Richtungen beliebig verformen kann. Ferner bedeutet eine gute Verformbarkeit nicht notwendigerweise, dass sich eine Gitterstruktur bereits mit geringen Kräften verformen lässt. Vielmehr ist mit einer guten Verformbarkeit die Eigenschaft gemeint, eine Gitterstruktur ohne Beschädigung (Rissbildung) zu verformen.