Einleitung

Um die Verschleißfestigkeit von sich berührenden Bauteilen zu erhöhen ist eine harte Oberfläche unerlässlich. Für diese Fälle bietet sich grundsätzlich das Härten als mögliche Wärmebehandlung an. Nachteilig ist dabei jedoch die gleichzeitig abnehmende Zähigkeit bzw. Versprödung des Stahls, die zu unvorhersehbarem Materialversagen führen kann. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein lediglich die Oberfläche eines Werkstückes zu härten, sodass der Bauteilkern nach wie vor seine Zähigkeit behält (partielles Härten). Man spricht dann von Oberflächenhärten bzw. von Randschichthärten.

Zahnräder stellen typische Fälle dar bei denen das Randschichthärten Anwendung findet. Aber auch Kurbel- oder Nockenwellen werden nach einem vorgelagerten Vergütungsprozess in der Regel nachträglich noch oberflächengehärtet. Je nach dem auf welche Art die Oberfläche gehärtet wird, existieren unterschiedliche Verfahren, welche im Nachfolgenden näher erläutert werden.

Zahnrad, Randschicht, Oberfläche, gehärtet, zäher Kern

Abbildung: Oberflächengehärtetes Zahnrad

Je nach Anwendungsfall haben sich unterschiedliche Verfahren zum Oberflächenhärten entwickelt. Auf die Wichtigsten soll in den folgenden Abschnitten näher eingegangen werden: