Gussfehler

Der schmelzflüssige Zustand hat in der Regel eine geringere Dichte als die erstarrte Phase. Dies führt entsprechend zu einer Volumenabnahme während der Erstarrung, die auch als Schwindung bezeichnet wird. Bei Metallen bewegt sich diese Schwindung im Bereich von 1 bis 2 % und muss beim Gießen entsprechend berücksichtigt werden.

Bei allseitiger Erstarrung eines Gussblocks ist die Gefahr, dass sich durch die Schwindung in der Mitte Hohlräume bilden, sogenannte Makrolunker. Bei dentritischem Kristallwachstum besteht darüber hinaus die Gefahr, dass keine Schmelze in die Zwischenräume der Verästelungen nachfließen kann. Es bilden sich dann ebenfalls kleine mikroskopische Hohlräume, die als Mikrolunker bezeichnet werden.

Durch gelöste Gase in der Schmelze kann es beim Erstarren zu Gaseinschlüssen kommen und es bilden sich Gasporen. Auch diese gilt es zu vermeiden. Bei eingeschlossenen Feststoffen (Verunreinigungen, Fremdteilchen, etc.) spricht man dann von Einschlüssen.